Der Königsteiner Kreis verfolgt mit allen seinen Aktivitäten die Verbreitung und Etablierung der deutschen Freiheits- und Demokratiegeschichte seit ihren Anfängen in der Öffentlichkeit. Er wirkt einer Spaltung unserer Gesellschaft bzw. unserer Nation entgegen und vermittelt Demokratiegeschichte als eine gemeinsame Basis unseres Zusammenlebens.
Dies geschieht durch eigene Veranstaltungen, Ansprache und Beratung entsprechender potentieller Partner der öffentlichen Hände und anderer gesellschaftlicher Organisationen und eigene Publikationen.

Schwerpunkte für die Jahre 2019 bis 2024 sind dabei:

Was er will: Deutschland und die französische Revolution

„Man kann unser Land nicht begründen ohne die weit verzweigten Wurzeln von Demokratie- und Freiheitsbestrebungen, die es über Jahrhunderte hinweg gegeben hat und aus denen die Bundesrepublik nach 1945 auch wachsen konnte“ führte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Rede am 9. November 2018 aus und meinte damit auch explizit den Beginn unserer demokratischen Tradition im „Deutschland der Jakobiner“ und Aufklärer in den 80er und 90er Jahren des 18. Jahrhunderts.

In der Öffentlichkeit zu Recht meist konzentriert auf die „Mainzer Republik“ hat die historische Forschung inzwischen ein differenziertes Bild erarbeitet, das eine neue, oftmals erstmalige Darstellung dieser bis heute nicht nur vergessenen, sondern bewusst seit der Zeit um 1800 verdrängten deutschen demokratischen Tradition erlaubt: „Aber wie soll man auch etwas ehren, das man nicht kennt?“ schrieb schon in den 90er Jahren Benedikt Erenz dazu.

Dutzende „Orte der Demokratiegeschichte“ Deutschlands haben mit diesem Aufbruch in die deutsche Demokratietradition zu tun. Sie öffentlich zu machen, ist das Hauptanliegen der Sektion „Deutschland und die französische Revolution“.

Vor allem vor dem Hintergrund unseres Grundgesetzes sind die Entwürfe, Gedanken und Taten der deutschen „Jakobiner“ am Ende des 18. Jahrhunderts interessant: „Mit Genugtuung müsste die deutschen Jakobiner … erfüllen, dass ihr Staats- und Verfassungsverständnis die Zeit überdauern konnte und sich insofern durchsetzen sollte, als es 200 Jahre nach dem ersten Aufblühen inzwischen unter dem Grundgesetz fest verwurzelt und in weiten Teilen verwirklicht ist“ (Oliver Lamprecht 2001).

Im bundesweiten Kontext sind vor allem Bestrebungen zur Neupositionierung der „Weimarer Republik“ und der „Paulskirchen-Revolution 1848/49“ im Gange.

Dies geschieht für die Themenfelder „Deutschland und die französische Revolution“ und „Die Entstehung der Bundesrepublik“ in entsprechender Weise durch den Königsteiner Kreis.

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